Geschichte des Kneipp-Verein Titisee-Neustadt e.V.

 

100 Jahre Kneipp-Verein

Titisee-Neustadt e.V.

Ein Streifzug durch die Vereinsgeschichte

1924 In Erinnerung an eine dringende Empfehlung des früheren Pfarrers und Dekans Hermann Rinkenburger ein Kneippianer im Verborgenen, welcher schon seinen Schülern bei Ausflügen durch Barfußlaufen und Wassertreten aufgefallen war – tritt der Neustädter Julius Isele eine Kneippkur in Wörishofen an. Er kehrt in deutlich gebessertem Gesundheitszustand zurück und ist von der Kneippkur so begeistert, dass er am 14. November im Hotel „Krone“ unter starker Beteiligung der Bevölkerung eine öffentliche Versammlung mit einem überzeugenden Lichtbildervortrag des Geschäftsführers des Kneipp-Bundes Wörishofen, Josef Lutz, durchführt. Noch am gleichen Abend wird der Kneipp-Verein Neustadt i. Schw. mit ca. 100 Mitgliedern ins Leben gerufen.

1925 Nach einem Vortrag am 31. Januar 1925 von Kurarzt Dr. Keller aus Wörishofen in der Turnhalle mit fast 200 Besuchern findet am 13. März 1925 die offizielle Gründungsversammlung des Kneipp-Vereins Neustadt statt.

Es wird ein Vorstand gewählt:

1.   Vorsitzender ist Bürgermeister Karl Pfister

2.   Vorsitzender Julius Isele (Buchhalter). Der übrige Vorstand setzt sich aus bekannten Neustädter Bürgerinnen und Bürgern zusammen, darunter Dr. Egon Müller, der später zum ersten Kurarzt Neustadts avanciert. Gleichzeitig erfolgt der Beitritt zum Kneipp-Bund. Das Vereinsleben beginnt aufzublühen, jährlich finden mindestens drei Vorträge statt, und der Wunsch nach der Umwandlung des damaligen kleinen Schwimm- und Wannenbads auf der Insel (mit seiner sehr bescheidenen Ausstattung) in ein Kneippbad wird laut.

1926 Am 29. Oktober findet eine zweite und denkwürdige Generalversammlung statt. Den 1. Vorsitz übernimmt Telegrapheninspektor Gustav Sättele; Julius Isele wird als Gründer des Vereins zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als weiterer Tagesordnungspunkt steht die „Errichtung eines Kneipp-Bades“ – Grundbedingung für die Anerkennung als Kneipp-Kurort – auf dem Programm, und Stadtbaumeister Spiegel hat bereits fertige Pläne dafür ausgearbeitet. Groß sind die Widerstände gegen dieses Projekt: Einige befürchten sogar, dass sich infolge einer Ausweitung des Fremdenverkehrs auch die Lebensmittel- und Mietpreise erhöhen würden. Erst der deutliche Hinweis auf den wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt und insbesondere auf die ernstzunehmende Konkurrenz der Stadt Triberg führt zur Annahme des Plans von Bürgermeister Karl Pfister, das vorhandene Bad auszubauen und in die Trägerschaft der Stadt zu übernehmen.

Im Jahr 1929 stimmen diesem Vorhaben auch der Bürgerausschuss und der Gemeinderat zu; die Grundlage für die Anerkennung Neustadts als Kneipp- und Luftkurort ist geschaffen. – Der Verein weist nunmehr 144 Mitglieder auf.

1930 Die Protokolle schweigen sich zwar über die vereinsinternen Vorgänge aus, doch deutet alles darauf hin, dass die Kneipp-Bewegung in Neustadt mittlerweile festen Fuß gefasst hat. Nach dem Rücktritt von Gustav Sättele und anderer Vorstandsmitglieder wird bei der Generalversammlung vom 27. März eine Neuwahl notwendig. An die Spitze der Vorstandschaft tritt der rührige Kaufmann Ernst Jehle, der trotz sinkender Mitgliederzahlen für ein reges Veranstaltungsprogramm sorgt. Im Geschäftsjahr 1930/31 finden z.B. drei Vorträge mit jeweils über 100 Zuhörern statt, u.a. ein Vortrag über „Bluthochdruck“, und es wird ein Kräuterausflug durchgeführt.

1932 Die Stadt Neustadt legt auf Betreiben des Kneipp-Vereins 5 Wassertretstellen an. Sie ist weiterhin darum bemüht, die Anerkennung als Kneippkurort zu erhalten.

1933 Tod des hochverdienten Ehrenvorsitzenden Julius Isele. Im Juli 1933 fällt dem Kneipp-Verein Neustadt die große Ehre zu, die Gautagung, d.h. die Tagung der Kneipp-Vereine des gesamten Landes Baden, durchführen zu dürfen.

1934 Bademeister Fink und seine Frau erhalten als Gehilfin Fräulein Keller, die in der Heimschule Wörishofen ausgebildet worden war. – Der Mitgliederstand ist rückläufig (77 Mitglieder).

1935 Im Zuge der „Gleichschaltung“ durch die NSDAP erfolgt im Juli der Austritt aus dem Kneipp-Bund München und der Eintritt in die Kneipp-Bewegung.

1937 Die staatliche Anerkennung von Neustadt als Kneippkurort wird ausgesprochen, nachdem die hierfür notwendigen Kneippkurheime „Haus Erika“ und „Sonnhalde“ eingerichtet worden sind. Die Zahl der Mitglieder liegt wieder bei 100. Insbesondere dem fast schon legendären „Kneippvater“ Ernst Jehle gelingt es in den folgenden Jahren bis zum Kriegsbeginn, die Aktivitäten des Vereins weiter auszubauen (so wird z.B. ein dreiwöchiger Diät-Kochkurs durchgeführt) und den Stand der Mitglieder wieder zu erhöhen.

1940 In der Generalversammlung vom 08.12. wird dem langjährigen Vorsitzenden Ernst Jehle ausdrücklich für seinen Einsatz gedankt, und zum neuen Vorsitzenden der Sattlermeister Adolf Keller gewählt. Trotz des Krieges finden noch bis zum Jahr 1942 mehrere Wickelkurse, Vorträge und Kräuterwanderungen statt. Danach scheint die Vereinstätigkeit zu ruhen.

1947 Die Wiederbelebung des Vereins am 21.06. im Bahnhofshotel gestaltet sich schwierig. 1. Vorsitzender wird wieder Adolf Keller, der 1949 die Mitglieder dazu aufruft, die Bemühungen um den Kneipp-Gedanken – gerade auch im Interesse der Stadt – wieder neu aufzunehmen. Darüber finden auch Gespräche mit Vertretern der Stadt- und Kurverwaltung, des Gemeinderats und des Gaststätten- und Hotelgewerbes statt.

1949 Am 22./23. Oktober Haupttagung des Kneipp-Bundes e.V. in Neustadt. Daran nehmen Delegierte aus ganz Deutschland teil. Es stellt sich heraus, dass den meisten die Wälderstadt als Kneippkurort unbekannt ist. Das Vereinsleben selbst bewegt sich auch in den folgenden Jahren weitgehend in ruhigen Bahnen: in der Hauptsache werden Arztvorträge durchgeführt. Dafür entwickelt sich allmählich in der Stadt das Kurleben zur vollen Blüte.

1956 Am 14./15. Juli findet die Bezirkstagung des Kneipp-Bundes im Bahnhofshotel statt. Die Teilnehmer besichtigen dabei das neue Kneippbad und äußern sich begeistert.

1957 Gottfried Hall wird am 11.04. zum neuen Vorsitzenden gewählt, der Verein zählt wieder 125 Mitglieder. Es werden alle erdenklichen Anstrengungen unternommen, neue Mitglieder zu gewinnen. Umfangreiche Werbemaßnahmen bei Hotels, Gasthöfen und Privatvermietern sowie die Zusammenarbeit mit Kneipp-Bad und Kurverwaltung sollen den Verein wieder zu früherem Glanz verhelfen. Adolf Keller wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Am 29. Juni findet erstmals wieder eine Heilkräuterwanderung statt.

1961 Wilhelm Raaf, der Pächter des Kneippkurbades, wird 1.Vorsitzender und verstärkt die Aktivitäten des Vereins, unterstützt von der neugewählten 2.Vorsitzenden, der Bundes-Kneipp-Lehrerin Elisabeth Floss. Frau Clara Walzer bietet erstmals für Kurgäste und Einheimische Frühsport an.

1962 Aufgrund des Vortrags durch einen Himalaya-Yogi erste Bekanntschaft mit dem Yoga. Praktische Übungen folgen. Es wird angestrebt, den Kurort weiter auszubauen.

1963 Der Tätigkeitsbereich des Vereins soll von Arztvorträgen und Wickelkursen auch auf Erste Hilfe und Krankenpflege ausgeweitet werden.

1969 Bei der Generalversammlung vom 25.04. berichtet Vorsitzender Raaf von erheblichen personellen Schwierigkeiten in der Bundes- und Landesführung des Vereins. Seit 1966 haben 15 Arztvorträge mit ca. 600 Teilnehmern, 21 weitere Vorträge mit ca. 720 Teilnehmern und 60 gemeinsame Treffen zum Wassertreten mit etwa 400-500 Teilnehmern stattgefunden. Die Zahl der Mitglieder liegt bei 138.

1972 Seit der Gründung der Gymnastik-Abendkurse im Jahre 1969 durch Frau Clara Walzer und Hedi Edlefsen haben insgesamt ca. 2 300 Teilnehmer von diesem Angebot Gebrauch gemacht. In diesem Zeitraum fanden auch 32 Vorträge mit 1578 Zuhörern statt. Der seit 1930 tätige Kassierer Albert Isele wird zum Ehrenmitglied ernannt.

1976 Die Gymnastikgruppe zählt mittlerweile 55 Mitglieder, seit 1973 haben 23 Vorträge mit 975 Zuhörern stattgefunden, dazu kommen die Treffen zum Wassertreten und die Begegnungen am „Trimm-Dich-Pfad“. Bei den Neuwahlen wird Kurdirektor Walter Zanger 1. Vorsitzender. Es hat sich eine Jazz-Dance-Gruppe unter Leitung von Frau Hannelore Schwald gebildet.

1979 Wie der Landesvorsitzende Dr. Dunkel anlässlich der Mitgliederversammlung bekannt gibt, hat sich der Landesverband organisatorisch von München getrennt, und die Geschäftsstelle befindet sich nunmehr in Stuttgart. Angeschlossen sind ca. 15 000 Mitglieder in 90 Vereinen, darunter auch der örtliche Kneipp-Verein Titisee-Neustadt. Der frühere 1. Vorsitzende Wilhelm Raaf wird zum Ehrenmitglied ernannt. Berti Ertl bringt erstmals das neueste Angebot des Kneipp-Vereins an die Öffentlichkeit: den Seniorentanz als „heitere Bewegungstherapie“.

1983 Aufgrund einer gewissen Vortragsmüdigkeit der Mitglieder wendet sich das Interesse anderen Aktivitäten zu: Sehr rührig ist weiterhin die Gymnastikgruppe; großer Beliebtheit erfreut sich auch die Seniorentanzgruppe, die von Frau Berti Ertl geführt wird. Neu ins Programm aufgenommen wird die Wassergymnastik im Warmbecken des Kneipp-Kurmittelhauses unter Leitung von Frau Ingrid Günther.

1984 Bei der Mitgliederhauptversammlung am 28.01. wird die neue Vereinssatzung beraten und einstimmig beschlossen. Der Eintrag ins Vereinsregister als e.V. soll demnächst vorgenommen werden (was im Laufe des Jahres dann auch erfolgt). – Der Verein zählt nunmehr 185 Mitglieder. – Neu ins Programm aufgenommen wird Yoga unter Leitung von Frau Ruf. Es werden Neuwahlen durchgeführt: Zur 1.Vorsitzenden wird Frau Berti Ertl bestellt.

1985 Das Jahr steht im Zeichen des 60-jährigen Vereinsjubiläums, gefeiert am 28.09.1985 im Kurmittelhaus.

1986 Frau Clara Walzer, die langjährige Leiterin der Gymnastik-Gruppe, wird aufgrund ihrer hohen Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

1988 Dem Ortsteil Neustadt wird das Prädikat „Kneipp-Kurort“ aberkannt. Gründe hierfür sind die als zu gering eingeschätzte Qualität der Luft und das Fehlen der entsprechenden Kurhäuser. – Die Aktivitäten des Vereins werden dadurch nicht beeinträchtigt.

1989 Die Planung für das Anlegen eines Kräutergartens läuft auf Hochtouren, ein eigenes Sparbuch wird für diesen Zweck eingerichtet.

1990 Der Verein blüht immer weiter auf und zählt nunmehr über 300 Mitglieder. Auf Anregung eines Mitglieds wird der Singkreis gebildet, dessen Leitung Heinrich Ertle übernimmt. Der Kräutergarten am Schurthplatz wird angelegt und bepflanzt. Wilhelm Raaf sen. wird aufgrund seiner langjährigen und besonderen Verdienste einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

1991 Am 06. Juli kann endlich der Kräutergarten am Schurthplatz eröffnet werden.

1993 Die Mitglieder der Tanzgruppe treten bei der IGA in Stuttgart auf. – Die Mitgliederzahl steigt auf 376.

1994 Kinderkochkurse, Gehirnjogging, Skigymnastik, Bachblütenseminare und weitere Auftritte des Singkreises im Altenheim ergänzen das gewohnt reichhaltige Programm. Der Landesverband der Kneipp-Vereine in Baden-Württemberg führt in Titisee-Neustadt eine Weiterbildung für Übungsleiter durch mit dem Thema: „Venen-Beingymnastik“.

1995 Neu angeboten werden: Feldenkrais, Autogenes Training, Alexandertechnik, Meditatives Tanzen, Aerobic, ein Seminar über Fußreflexzonen-Massage u.v.a. mehr. Dabei kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz: Es gibt wieder lehrreiche und gleichzeitig vergnügliche Kräuterwanderungen, den beliebten Folkloretanz, einen Jahresausflug mit den Kindern, Singabende und die zur guten Tradition gewordenen Advents- und Weihnachtsfeiern. – Der Eintrag im Vereinsregister wird ergänzt durch den Zusatz: „Verein für Gesundheitsgymnastik, Sport und Prävention.“

1998 Der Kräutergarten wird vom bisherigen Standort Schurthplatz in den Kurgarten verlegt. Der Singkreis und die Tanz- und Gymnastikgruppe beteiligen sich mit etlichen Beiträgen am Nachmittag für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt. Der Verein setzt sich vehement für die Erhaltung des Kneipp-Kurmittelhauses ein.

1999 Festakt zum 75-jährigen Bestehen am 11.09. im Neustädter Hof mit umfangreichem Programm. Dank der hervorragenden Vorstandsarbeit und des Engagements seiner Mitglieder steht der Verein in voller Blüte. Unter dem Motto „Mach mit, bleib fit“ sind 19 Gruppen aktiv. Die Mitgliederzahl beträgt zu Jahresbeginn 479 Personen.

2000 Der Verein beteiligt sich anlässlich der 725-Jahresfeier der Stadt Titisee-Neustadt am Historischen Markt mit einer Apotheke anno 1642. Angeboten werden Kräuter, Tinkturen und vieles mehr.

2004 Die Wassertretstellen beim Kurmittelhaus und an der Fullbergstr. sollen nach Beschluss des Gemeindesrates geschlossen werden. Anlieger, Bürger und Anhänger der Kneippbewegung möchten dies nicht hinnehmen. Private Initiativen erklären sich bereit, die Pflege der Anlagen zu übernehmen.

2006 Die Gymnastikgruppe von Andrea Knöpfle beteiligt sich am Sommernachtsfest im Kurgarten. Im Juni findet die Aktion „3000 Schritte extra“ statt, jeder Teilnehmer erhält einen Schrittzähler geschenkt, die Beteiligung ist enorm.

2007 Das endgültige Aus der Wassertretstelle beim Kurmittelhaus, die Jugendhilfeeinrichtung Mariahof erweitert und braucht mehr Platz. Somit ist die ehemalige Kuranlage Geschichte.

2008 Ende des Jahres beträgt die Mitgliederzahl 523 Personen.

2009 Festakt zum 85-jährigen Bestehen am 17.10. im Kurhaus Titisee, mehrere Gruppen gestalten ein abwechslungsreiches Programm. In 2009 feiern auch die Gymnastikkurse ihr 40-jähriges Bestehen, der Tanzkreis existiert seit 30 Jahren und die Yogakurse werden seit 10 Jahren angeboten. Ein Generationenwechsel bahnt sich an, Ute Bausch löst Michael Hartmann als 2. Vorsitzenden ab. Sie tritt an, um später den Vorsitz zu übernehmen.

2012 Nach 28 erfolgreichen Jahren gibt Berti Ertl den Vorsitz an die nächste Generation ab. Auf allen leitenden Ebenen ist ein neuer Vorstand am Start mit Ute Bausch als 1. Vorsitzende, Eva-Maria Pfaff 2. Vorsitzende, Anita Schuler Kassiererin, Luzia Müller Schriftführerin und den Beisitzerinnen Berti Ertl, Martina Fehrenbach, Gabi Kirchherr, Andrea Knöpfle und Martina Löffler.

Der Jahresausflug geht in diesem Jahr nach Schwäbisch Gmünd zur Besichtigung des Weleda Erlebniszentrums. Hier erleben wir eine sehr interessante Führung durch den größten biologisch-dynamischen Heilpflanzengarten Europas. Wenige Meter neben dem Heilpflanzengarten bekommen wir einen Einblick in den spannenden Bereich der Tinkturen Herstellung und können die verschiedenen Herstellungsprozesse beobachten. Ende des Jahres beträgt die Mitgliederzahl 413 Personen.

2013 Ein umfangreiches Programm mit versch. Vorträgen, Kräuterwanderung, Jahresausflug nach Basel zum Kneipp-Garten und eine Städtefahrt in die fränkische Schweiz nach Bamberg finden großen Anklang. Im April findet ein Kuchenverkauf statt, aus dem Erlös wird eine Tafel für den Literatur & Kunstweg beim Felsele angeschafft. Auf der Tafel steht ein Spruch von Sebastian Kneipp „Die Natur ist die beste Apotheke“.

2014 Die Kneipp-Saison an den Wassertretstellen wird am 25.05. mit einem „Ankneippen“ an der Wassertretstelle beim Felsele-Erlebniswald in Zusammenarbeit mit dem Felsele Team eröffnet. Mit einem bunten und informativen Programm u.a. zum richtigen Wassertreten und einer Kräuterführung findet ein fröhlicher und sonniger Tag mit vielen Interessierten statt.

Die Tradition der Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt am 15.08. findet auf dem schönen Fallerhof in Langenordnach statt. Martina Keller, Heilpraktikerin aus Löffingen erklärt im wunderbaren, blütenreichen Bauerngarten für 30 interessierte Besucher die Wirkung versch. Blumen und Kräuter. Die mitgebrachten Kräuterbüschel werden im Anschluss von Pastoralreferent Alt in der Kapelle des Fallerhofs geweiht.

2015 Berti Ertl erhält die Ehrenmitgliedschaft. Im Jahresprogramm werden innovative und neue Trends in Sport und Gymnastik aufgegriffen, z.B. Aqua-Fitness mit "Smovey" unter Leitung von Martina Fehrenbach im Freibad Neustadt, „Baum Yoga“-Bewusstes Gehen, Atmen & Bewegen in der freien Natur mit Cornelia Rosenstiel. Der Jahresausflug führt uns in diesem Jahr an den Bodensee zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen.

2016 Das Programm umfasst in diesem Jahr 20 Gruppenkurse in Yoga, Stuhl-, Gesundheits- und Fitnessgymnastik, Pilates, Folkloretanz, Beckenboden- und Wirbelsäulengymnastik und Singen. Pia Fuggenthaler, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag gefeiert hat und seit 50 Jahren Mitglied im Kneipp-Verein ist, leitet in Friedenweiler immer noch eine Gymnastikgruppe.

Viel Arbeit wird jedes Jahr mit dem Organisieren und Aussuchen von Referenten für Vorträge unternommen, leider sind die Teilnehmerzahlen nicht so, wie es sich der Vorstand wünscht. Aus diesem Grund wird an der Jahreshauptversammlung ein Fragebogen an alle anwesenden Mitgliedern verteilt, um herauszufinden, welche Vorlieben und Wünsche sie haben.

2017 Vielfältiges Jahresprogramm in Zusammenarbeit mit der Kath. Frauengemeinschaft St. Jakobus, Ökumenischen Erwachsenenbildung Neustadt und der Lebenshilfe. Leider schrumpfen die Mitgliederzahlen, am Jahresende sind es 325 Personen.

 

2018 Der Kneipp-Verein gibt seinen Kräutergarten im K Kurgarten Neustadt auf und das Gelände zurück an die Stadt.

2019 Nachdem in den vorherigen Jahren das Interesse an den Vorträgen und Angeboten sehr abgenommen hat, findet in diesem Jahr nur das traditionelle Stockfischessen, der Jahresausflug nach Emmendingen und die Feier zu Mariä Himmelfahrt statt.

2021 Corona prägt die Vereinsarbeit. Mit erheblichem Aufwand durch Hygieneauflagen werden die angebotenen Kurse für Fitness, Gesundheitsgymnastik, Tanzen und Yoga aufrechterhalten.
In den Mitgliederzahlen hinterlässt Corona auch seine Spuren. Es werden einige Kündigungen verzeichnet und zum 31. Dezember hat sich der Mitgliederstand auf 246 Personen reduziert. Große Sorgen bereitet die Altersstruktur des Vereins, der Altersdurchschnitt liegt um die 70 Jahre. So deutlich wie nie ist klar: Es bedarf dringend Nachwuchs, um den Verein am Leben zu halten.

2022 Nach der Corona-Pandemie finden die Kurse wieder fast uneingeschränkt statt. Leider hat sich der Singkreis nach vielen Jahren aufgelöst.

2024 Im Jubiläumsjahr wird ein vielfältiges Programm angeboten: Ein Kochkurs, Kneipp’sche Wanderung rund um Waldau, Pilzexkursion, Achtsamkeitsvortrag, Vortrag über die Rauhnächte, Adventsfeier und neu aufgenommen wird Kinder-Yoga.

Am 09.03.24 wird das 100-jährige Bestehen im Kurhaus in Titisee mit allen Mitgliedern und Gästen groß gefeiert!

Die Vereinsvorsitzenden seit der Gründung

14.11.1924          Gründungsversammlung Julius Isele (kommissarisch)

13.03.1925           Bürgermeister Karl Pfister

29.10.1926           Gustav Sättele

27.03.1930           Ernst Jehle

08.12.1940           Adolf Keller

03.02.1957           Gottfried Hall

14.04.1961          Wilhelm Raaf sen.

08.05.1976          Walter Zanger

28.02.1984          Berti Ertl

16.03.2012          Ute Bausch

 

Der Vorstand im Jubiläumsjahr

1. Vorsitzende:  Ute Bausch

2. Vorsitzende:  Eva-Maria Pfaff

Kassiererin: Anita Schuler

Schriftführerin: Luzia Müller

Beisitzerinnen:

Martina Fehrenbach

Gabi Kirchherr

Andrea Knöpfle

 

..